Iran

Klima

Im Großteil des Landes herrscht trockenes, kontinentales Klima. Im Dezember und Januar ist mit frostigen Nächten und tagsüber mit einstelligen Temperaturen zu rechnen, im Hochsommer dagegen kann es 35°C und heißer werden.

Wichtige Informationen zu Ihrer Reise

Bitte führen Sie Folgendes mit sich:

  • Reisepass (mindestens sechs Monate nach Einreise gültig)
  • trendtours-Voucher
  • Auslandskrankenversicherung
  • Ihre gewohnten (Reise-)Medikamente

Tipp: Bei der Einfuhr von Schmerzmitteln sowie von als halluzinogen geltenden Medikamenten (Antidepressiva und andere Psychopharmaka) sollte ein mehrsprachiges ärztliches Attest des behandelnden Arztes unbedingt mitgeführt werden.

Einreisebestimmungen

Ihr Reisepass muss ab Einreise noch sechs Monate gültig sein. Besitzern eines Reisepasses mit israelischem Stempel kann die Einreise verweigert werden. Bitte stellen Sie im Fall einer früheren Israel-Reise sicher, dass Ihr Reisepass keinen solchen Stempel enthält oder Sie über einen neutralen „Zweitreisepass“ verfügen. Gegebenenfalls bietet sich ein neuer vorläufiger Reisepass als schnelle Lösung vor der Reise an. Für die Einreise in den Iran ist außerdem ein Visum erforderlich. Die Unterlagen zur Beantragung des Visums erhalten Sie rechtzeitig in einem separaten Schreiben.

Alle hier aufgeführten Informationen entsprechen dem Stand vom 01.08.2016. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise bei der Botschaft Ihres Ziellandes über aktuelle Reisehinweise, besondere Bestimmungen bei etwaiger Einreise Minderjähriger, etwaige kurzfristige Änderungen der Einreiseregelungen und über eventuell für Sie zutreffende besondere Einreisebestimmungen.

Medizinische Versorgung

Es gibt keine vorgeschriebenen Impfungen. Aktuell gültige Impfempfehlungen und weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Centrums für Reisemedizin – www.crm.de – und des Auswärtigen Amtes – www.auswaertiges-amt.de.

Der Standard der medizinischen Versorgung in Teheran ist recht hoch, außerhalb größerer Städte allerdings nicht auf europäischem Niveau. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz, einschließ­lich einer Reiserückholversicherung, ist deshalb ratsam. Bedenken Sie beim Zusammenstellen Ihrer Reiseapotheke, dass westliche Medikamente im Iran teilweise nicht verfügbar sind.

Tipp: Das Auswärtige Amt empfiehlt, regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge in den Iran mitbringen und sich die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen um Missverständnisse bei der Einreise zu vermeiden.

Sprache

Persisch, im Iran „Farsi“ genannt, ist alleinige Amtssprache im Vielvölkerstaat Iran. Englisch wird oft nach Arabisch als zweite Fremdsprache unterrichtet und ist deshalb insbesondere unter jungen und gut ausgebildeten Iranern verbreitet.

Währung

Die iranische Währung ist der Rial, 10 Euro entsprechen z. Z. ungefähr 350.000 Rial (Stand 01.08.2016). Preise in Geschäften und auf Märkten werden oft in „Tuman“ ausgezeichnet, damit wird von den Einheimischen schlicht eine Null „weggerechnet“, gemeint ist also ein Zehntel des Wertes in Rial. Im Zweifelsfall sollte man also immer nachfragen, ob Preise in Rial oder Tuman ausgeschrieben sind. Geld kann am Flughafen, bei verschiedenen Banken und in Wechselstuben gewechselt werden, wobei letztere oft deutlich günstigere Wechselkurse bieten – ein Vergleich lohnt sich. Rial in Euro zurückzutauschen ist oft nur mit erheblichen Kursverlusten möglich.

Tipp: Der Iran ist momentan noch nicht an den regulären internationalen Zahlungsverkehr angeschlossen. Für Reisende ist es daher zurzeit nicht möglich, im Iran von einem deutschen Konto Geld abzuheben, Kreditkarten werden nur in Ausnahmefällen und gegen hohe Gebühren akzeptiert. Sie sollten daher genug Bargeld zur Deckung Ihrer Ausgaben unterwegs mit sich führen.

Wasser

Das iranische Leitungswasser entspricht nicht überall europäischen Trinkwasserstandards – vorsichtshalber sollte man zum Trinken und Zähneputzen auf Wasser aus Flaschen zurückgreifen.

Zeit

Im Normalfall stellen Sie die Uhr bei der Reise von Deutschland in den Iran 2,5 Stunden vor. Am 22.03.2017 werden die Uhren im Iran eine Stunde für die iranische Sommerzeit vorgestellt, bis zum Beginn der deutschen Sommerzeit beträgt die Zeitverschiebung dann + 3,5 Stunden.

Kleidung & Benehmen

Der Iran ist ein sicheres und ausgesprochen gastfreundliches Reiseland. Europäische Reisende berichten oft über die außergewöhnliche Herzlichkeit, mit der Sie im Iran empfangen wurden – es ist nicht ungewöhnlich, auf der Straße von wildfremden Iranern überschwänglich in Ihrem Heimatland begrüßt zu werden. Im Gegenzug gilt es für Reisende natürlich, die mitunter ungewohnten Konventionen des islamischen Landes zu beachten:

  • Frauen müssen in der Öffentlichkeit – auch in den öffentlichen Bereichen des Hotels und bei Ankunft am Flughafen – Arme, Beine, Hals und Dekolleté bedecken. Über der normalen Kleidung sollten Sie einen mindestens knielangen lockeren Mantel, Cardigan oder Überwurf tragen.
  • Obligatorisch für Frauen ist auch ein Kopftuch. Insbesondere in größeren Städten reicht ein locker um Kopf und Hals geschlungenes Tuch, der Haaransatz muss nicht vollständig bedeckt werden. Allerdings kann sich die Auslegung der Bekleidungsvorschriften von Ort zu Ort unterscheiden – im Zweifelsfall hilft Ihnen Ihre Reiseleitung gerne weiter.
  • Für Männer sind kurze Hosen und ärmellose Shirts tabu, ein Kurzarmhemd und eine leichte, lange Hose sind die passende Bekleidung an heißen Tagen.
  • Im Iran gilt ein absolutes Alkoholverbot, von dem auch ausländische Reisende nicht ausgenommen sind.
  • Küssen und den Austausch von Zärtlichkeiten sollten Sie in der Öffentlichkeit unterlassen und zu Fremden des anderen Geschlechts sollten Sie respektvollen Abstand bewahren. Unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare können als Teil einer Reisegruppe unbehelligt reisen, sollten sich in der Öffentlichkeit aber unbedingt diskret verhalten.
  • Von Ende Mai bis Ende Juni 2017 bestimmt der Fastenmonat Ramadan das öffentliche Leben, Muslime dürfen in dieser Zeit tagsüber nichts essen oder trinken. Reisende sind von diesem strengen Fastengebot ausgenommen, allerdings sollten Sie dem Brauch mit Respekt begegnen und nicht auf offener Straße essen, trinken oder rauchen.

Elektrizität

Die Stromstärke im Iran ist identisch mit der deutschen und deutsche Stecker passen in aller Regel ohne Adapter in iranischen Steckdosen.

Trinkgelder

Besonders bei touristischen Dienstleistungen ist ein kleines Trinkgeld eine gern gesehene Anerkennung für guten Service. Im Restaurant sind 5 bis 10% des Rechnungsbetrags angemessen – auch wenn schon eine Servicegebühr eingeschlossen ist. Kofferträger oder Zimmermädchen im Hotel sollte man mit Beträgen um 20.000 Rial bedenken.

Telekommunikation

Die internationale Vorwahl in den Iran lautet 0098, die Vorwahl nach Deutschland ist 0049. Alle großen deutschen Mobilfunkanbieter haben mittlerweile Roamingverträge mit Anbietern im Iran, so dass Sie auch mit Ihrem deutschen Handy telefonieren können, allerdings sollten Sie sich vor Abflug über die z. T. recht hohen Gebühren informieren. Die meisten Hotels verfügen über Internetzugang per WLAN, allerdings sind einige Seiten und Internetdienste im Iran gesperrt, darunter Skype, Facebook und verschiedene Email-Anbieter.

Öffnungszeiten

Banken haben mit Mittagspause von 7:30 bis 16 Uhr geöffnet, Geschäfte üblicherweise von 8 oder 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 20 Uhr. Bedenken Sie, dass die iranische Arbeitswoche samstags beginnt und am Donnerstagmittag endet. Donnerstagnachmittags und freitags haben Geschäfte und Banken geschlossen. Während des Ramadan (2017 voraussichtlich von Ende Mai bis Ende Juni) haben Geschäfte und öffentliche Einrichtungen u. U. eingeschränkte Öffnungszeiten, Restaurants außerhalb der Hotels haben tagsüber geschlossen.

Speisen & Getränke

Frische Kräuter und vielfältige Gewürze wie Safran, Kurkuma und Zimt machen die Persische Küche zu einem der Höhepunkte Ihrer Reise! Die Gerichte sind aromatisch aber meistens nicht scharf gewürzt. Typisch ist die Kombination aus am Spieß gegrilltem Fleisch oder in einer Fleischsauce und persischem Duftreis mit Safran und Berberitzen. Grilltomaten, Fladenbrot und Jogurt sind beliebte Beilagen. Eine Spezialität ist auch der deftige Eintopf Ash; eine Kostprobe ist Teil Ihres Reiseprogramms! Zum Essen gibt es meist Tee, Wasser, Säfte, das Jogurt Getränk Dough oder ein (alkoholfreies!) Bier. Zum Dessert locken frisches Obst oder süße Köstlichkeiten aus Honig, getrockneten Früchten und Nüssen – z. B. Baghlavā, ein mit Pistazien, Mandeln und Kardamom gefülltes Blätterteig-Gebäck oder Pulaki, hauchdünne Zuckerplättchen mit Safran oder anderen Gewürzen.

Souvenirs

Ein nahezu sprichwörtliches Souvenir sind Perserteppiche, die im Iran in zahlreichen Variationen und Qualitätsstufen angeboten werden. Auf persischen Basaren werden aber auch noch viele andere Kunstwerke feilgeboten: aufwändig verziertes Geschirr, Kaligraphien, Miniaturmalereien oder filigrane hölzerne Einlegearbeiten. Es lohnt sich, freundlich über den Preis zu verhandeln, dadurch können Sie u. U. 10-20% Preisnachlass erreichen. Oder Sie bringen Ihren Lieben eine persische Süßigkeit mit, z. B. eine Schachtel Gaz, persischen weißen Nougat aus Isfahan.

Zollvorschriften

Die Einfuhr von Alkohol in jeglicher Form (dies gilt z. B. auch für alkoholhaltige Pralinen) ist verboten. Ebenfalls verboten ist die Einfuhr von Büchern, Musik oder Filmen, die das strenge iranische Moral­verständnis verletzen – dies kann z. B. auch für scheinbar harmlose Publikationen wie Sportmagazine gelten. Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld mit einem Gegenwert über $ 5.000 muss angemeldet werden. Pro Person dürfen Sie einen bis zu 6 qm großen und höchstens 30 Jahre alten Perserteppich ausführen, die Ausfuhr von Antiquitäten ist hingegen genehmigungspflichtig. Weitergehende Zollinformationen erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes und auf der Seite des deutschen Zolls – www.zoll.de.

Foto & Film

Das Fotografieren oder Filmen von Soldaten, Polizisten, Regierungsgebäuden und militärischen Einrichtungen ist verboten – schlimmstenfalls könnten Sie unter Spionageverdacht geraten. Das gilt u. U. auch für öffentliche Gebäude wie Flughäfen, Tankstellen und Brücken. Um Missverständnisse zu vermeiden sollten Sie im Zweifelsfall den Rat Ihres Reiseleiters einholen. Ansonsten gebietet die Höflichkeit, Einheimische nicht ohne deren Einverständnis zu fotografieren.